Wednesday, 22. October 2008, 00:38Uhr

Begreift man Filmkritik als Medientransfer, als eine Übersetzungsleistung, die die visuellen Eindrücke des Films in einen sprachlichen Text überführt, dann ist ein Festival wie die Berlinale für Filmkritiker so etwas wie ein Dolmetscherexamen...
Diese ersten Zeilen des Vorworts zum Kinoheft 4 geben deutlich wieder, was seit ein paar Jahren zur schönen Tradition für die Studenten des Filmkritik-Seminars der Bauhaus-Universität Weimar geworden ist: die vergnügliche Qual während der Berlinale zum Zwecke der reflektierenden Textproduktion.
Das Filmkritik-Seminar von Dr. Ute Holl gab vor mehr als fünf Jahren den Anstoß zu diesem Weblog. Jahr für Jahr wurden die entstehenden Texte jedoch nicht nur hier abgelegt, sondern auch als hübsch gestaltetes und gebundenes Heft herausgegeben. Seit vier Ausgaben sogar mit richtiger ISSN-Nummer als "Das Kinoheft" (ISSN: 1861-1311). Eine Kontinuität, die vor allem André Wendler zu verdanken ist.
Das aktuelle Kinoheft 4 erschien in gedruckter Form bereits im Juli dieses Jahres. Nun liegt es auch als PDF-File vor, links im Menü unter "Hefte" oder hier:
kinoheft4_berlinale08 (pdf, 8,192 KB)
Besprochen werden (wie immer) Filme, die entweder nie wieder oder noch nicht oder nicht mehr im Kino laufen werden. Gerade deshalb entwickeln die Texte und Tagebuchnotizen der verschiedenen AutorINNen eine vom jeweiligen Film losgelöste eigene Sprache und Kraft.
