Sunday, 17. February 2008, 21:16Uhr
Was ist das, was zeigt sie uns da? Sie, die Lichtbildgestalt, die sich »Die Schwester Der Königin« nennt. Was fällt ihr ein mit profanem Hollywoodkitsch des Königs Zeit zu verschwenden? Um die Herrlichkeit der ersten Liebesnacht zu illustrieren, verkleistert sie unser geheiligtes Augenlicht mit malerischen Sonnenaufgängen über Wiesen, die von der Morgensonne golden schimmern, und schon zu Beginn ziehen die Wolken bedeutungsschwanger am Himmel entlang. Jammervolles Geigengefidel quält des Königs Ohr, immer wenn sie besonders dramatisch sein will.
Doch wir müssen gestehen, ein wenig gefällt es uns schon, wie sie uns die zwei Schwestern zur Schau stellt. Beide vom Herrgott mit strahlender Schönheit gesegnet und reich an Jugend. Die eine, herzensgut, blond und vollbusig. Naiv und immer etwas irritiert schaut sie in die Welt, den roten Schmollmund halb geöffnet. Die andere, willensstark, ehrgeizig und wortgewandt, bezaubert uns mit ihrem anmutigen Gesicht und den braunen Rehaugen, die so herrlich flehend dreinblicken können. Aber ein liebreizendes Antlitz und farbenfrohe, prächtige Kostüme allein genügen nicht, den König zu amüsieren!
Die Verräterin, das verhängnisvolle Missverständnis, die dramatische Zuspitzung, dann ein Fünkchen Hoffnung und zum Schluss bekommt jeder, was er verdient. Die Machtgierigen werden bestraft, die Bescheidenen erwartet ein glückliches Familienleben. Ein pseudohistorischer Bezug rundet das Schauspiel ab. Mit dieser allzu klassischen und geradlinigen Inszenierung beleidigt sie des Königs Schöngeist und taugt allenthalben dazu, dem gemeinen Pöbel oberflächliche Kurzweil zu bescheren.
Wir hätten nicht übel Lust, sie auf dem Scheiterhaufen brennen zu sehen, doch edle Männer zeichnen sich durch Großmut aus, wie sie ja selbst sagte. Darum lassen wir Gnade vor Recht ergehen – hinfort mit ihr und wage sie es ja nicht, uns jemals wieder unter die Augen zu treten!
Doch wir müssen gestehen, ein wenig gefällt es uns schon, wie sie uns die zwei Schwestern zur Schau stellt. Beide vom Herrgott mit strahlender Schönheit gesegnet und reich an Jugend. Die eine, herzensgut, blond und vollbusig. Naiv und immer etwas irritiert schaut sie in die Welt, den roten Schmollmund halb geöffnet. Die andere, willensstark, ehrgeizig und wortgewandt, bezaubert uns mit ihrem anmutigen Gesicht und den braunen Rehaugen, die so herrlich flehend dreinblicken können. Aber ein liebreizendes Antlitz und farbenfrohe, prächtige Kostüme allein genügen nicht, den König zu amüsieren!
Die Verräterin, das verhängnisvolle Missverständnis, die dramatische Zuspitzung, dann ein Fünkchen Hoffnung und zum Schluss bekommt jeder, was er verdient. Die Machtgierigen werden bestraft, die Bescheidenen erwartet ein glückliches Familienleben. Ein pseudohistorischer Bezug rundet das Schauspiel ab. Mit dieser allzu klassischen und geradlinigen Inszenierung beleidigt sie des Königs Schöngeist und taugt allenthalben dazu, dem gemeinen Pöbel oberflächliche Kurzweil zu bescheren.
Wir hätten nicht übel Lust, sie auf dem Scheiterhaufen brennen zu sehen, doch edle Männer zeichnen sich durch Großmut aus, wie sie ja selbst sagte. Darum lassen wir Gnade vor Recht ergehen – hinfort mit ihr und wage sie es ja nicht, uns jemals wieder unter die Augen zu treten!
