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… zu Dir, wenn Du unter den ersten 50 Leuten bist, die Ihre Adresse an kinoheft@gmail.com schicken.

Offizieller Erscheinungstermin des Heftes: 15. Juni 2009
DAS KINOHEFT – Zeitschrift für experimentelle Filmkritik

Bisweilen ist es in einem Film nur ein Bild, mit dessen Beschreibung ganze Bücher gefüllt werden könnten. Bei anderen Filmen genügen wenige Worte, um von dem zu erzählen, was zwischen Anfang und Ende Augen und Ohren erfüllte. Hin und wieder lassen Filme Betrachterinnen im Glauben, Bilder gesehen zu haben, die in ihnen selbst nicht vorkamen, und bewirken das Verlangen, Texte über Filme zu verfassen, die nicht gedreht, sondern nur in Kopfkinos projiziert wurden. Ab und zu wird erst beim Schreiben klar, welchen Film man gesehen hat, gerne gesehen hätte und in Zukunft sehen möchte.

Gleich, was Schreibende bewegt: Filme wollen geliebt, und nur dann beschrieben werden!

Wenn Filmkritik Filmkritik ist, dann ist sie kein bloßes Schreiben über Filme, sondern ein Denken mit den Bildern; keine Inhaltsangabe, die an Bildern und Klängen vorbeitextet, Pros und Kontras auflistet, Zuschauerempfehlungen verkündet oder am Film als Marktwert interessiert ist. Filme sind nicht gut oder schlecht, sie werden nur zu oft als schlecht beschrieben. Wenn Filmkritik Filmkritik ist, dann versteht sie sich stets als bewegt, ist niemals fertig und verändert sich mit ihren Filmen.

Wir wollen keine Filmkritik, die schlechte Filme beschreibt!
Kritiken, in denen schlechte Filme beschrieben werden, sind schlechte Kritiken!
Wir wollen keine Filmkritik, die dadurch gut sein möchte, dass sie Filme zu schlechten macht!
Wir wünschen uns gute Filme, denn nur durch gute Filme, entstehen gute Kritiken!
Wir wünschen uns Kritiken, die ihre Filme lieben, denn wenn gute Kritiken gute Filme beschreiben, dann machen sie diese bestenfalls noch besser!
Wir möchten gute Kritiken lesen, um das berichtet zu bekommen, was wir vielleicht selbst nicht wahrgenommen haben, damit wir unser Beobachtung hinterfragen und beim nächsten Film besser sehen können! Wahl der Worte ist Wahrnehmungspolitik!
Wir wollen keine Kritik, wenn Kritik bedeutet, dass Texte so tun, als ob sie Bilder be- und verurteilen könnten, als ob das Sagbare das Sichtbare wäre.

Wenn du willst was wir wollen, dann wollen wir Freude am Textspiel, die Lichtspiel und Leser erleuchtet; Beschreibungen bewegter Bilder, die von Bildern bewegt werden; Filmessays, die auf verschiedenartigste Weise experimentieren, Buchstabenreihungen, Bildcollagen, audiovisuelle Anordnungen, die audiovisuelle Ereignisse übersetzen.

Wir wollen Filmkritik, die sich von der Kritik verabschiedet, eigenständige Praxis ist, nicht im Dienste für, sondern im Austausch mit Filmen!

Wenn du Filme nicht kritisieren, sondern mit ihnen denken möchtest, dann sind wir dein Forum!

Jederzeit im Internet und speziell im KINOHEFT. DAS KINOHEFT (ISSN 1861–1311) ist eine Zeitschrift für experimentelle Filmkritik, die in Weimar an der Bauhaus-Universität zweimal jährlich erscheint. Im Moment können wir leider keine Honorare für eingereichte Beiträge zahlen, streben aber mit unseren Autorinnen und Autoren eine längerfristige Zusammenarbeit an.

Schicke uns Texte, Filmstillstillleben, Filmkritikfilme, Kinoreflexreflexionen, Affektartefakte und sonstige druckbare Erzeugnisse, die deine Kinoerfahrungen wiedergeben!
Für das DAS KINOHEFT Nr. 5, 2009, das im Frühsommer erscheint, suchen wir Arbeiten zum diesjährigen Film- und Kinogeschehen.

Beiträge in allen Formaten können bis zum 25.05.2009 per Email an kinoheft [at] gmail.com oder per Post an Redaktion Kinoheft, IKKM, Bauhaus-Universität Weimar, Cranachstraße 47, 99421 Weimar geschickt werden.

http://twitter.com/kinoheft
Bauhaus Film-Institut


Begreift man Filmkritik als Medientransfer, als eine Übersetzungsleistung, die die visuellen Eindrücke des Films in einen sprachlichen Text überführt, dann ist ein Festival wie die Berlinale für Filmkritiker so etwas wie ein Dolmetscherexamen...

Diese ersten Zeilen des Vorworts zum Kinoheft 4 geben deutlich wieder, was seit ein paar Jahren zur schönen Tradition für die Studenten des Filmkritik-Seminars der Bauhaus-Universität Weimar geworden ist: die vergnügliche Qual während der Berlinale zum Zwecke der reflektierenden Textproduktion.

Das Filmkritik-Seminar von Dr. Ute Holl gab vor mehr als fünf Jahren den Anstoß zu diesem Weblog. Jahr für Jahr wurden die entstehenden Texte jedoch nicht nur hier abgelegt, sondern auch als hübsch gestaltetes und gebundenes Heft herausgegeben. Seit vier Ausgaben sogar mit richtiger ISSN-Nummer als "Das Kinoheft" (ISSN: 1861-1311). Eine Kontinuität, die vor allem André Wendler zu verdanken ist.

Das aktuelle Kinoheft 4 erschien in gedruckter Form bereits im Juli dieses Jahres. Nun liegt es auch als PDF-File vor, links im Menü unter "Hefte" oder hier:
kinoheft4_berlinale08 (pdf, 8,192 KB)

Besprochen werden (wie immer) Filme, die entweder nie wieder oder noch nicht oder nicht mehr im Kino laufen werden. Gerade deshalb entwickeln die Texte und Tagebuchnotizen der verschiedenen AutorINNen eine vom jeweiligen Film losgelöste eigene Sprache und Kraft.