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»george clooney«

Schwarz/Weiß. Schwarz und Weiß. Schwarz und Weiß. Und Weiß und Schwarz. Und immer wieder Grau. Grau. Grauer Nebel. Grauer Dunst. Dunst. Und wenn der verfliegt: wieder Schwarz! Und Weiß. Mehr Schwarz. Viel Schwarz. Und Gesichter im Dunkeln. Und Gesichter im gleißenden Licht von Scheinwerfern. Heraus geschält aus Schwarz. Ein Auge im Schwarz. Eins im gleißenden Weiß. Und Gesichter in weißem Oberlicht der Redaktionsstuben. Strenge, fahle, glattrasierte Wangen. Wache offene Augen. Nur der mit den verkniffenen, ängstlichen Augen zieht sich selbst aus dieser fiesen Welt. Mit Gas. Unsichtbarem Gas. Weder Schwarz noch Weiß. How to see. How to be.



Männer. Journalisten mit Anstand und Ehre. Helden. Der Wahrheit wegen! Hinterher! Frauen sind da Handlanger, Tippsen, sie organisieren den Umzug, eine Wohltätigkeitsveranstaltung, holen die Zeitung. Vielleicht war das so. Schwarz und Weiß. Weiß und schwarz. Was ist da Schwarz? Was Weiß? Die Wahrheit ist der Dunst? Nur heute? Nein, Nebel weg und dann doch Schwarz oder Weiß. Eins von beidem. Nicht beirren lassen. Widerstände überwinden. Standhaft bleiben. Gut gegen Böse. Wahr gegen falsch. Fakten, Fakten, Fakten. Schnell! Zwischendurch Musik. Live im Fernsehen. Auf CBS. Damals war alles Live oder kam von Celluloid. Da konnte nicht schnell geschossen werden. Erst recherchieren. Dann lange prüfen. Wahrheit braucht(e) Zeit. Eine andere Zeit. Sagt er, George Clooney. Und gräbt den Helden aus. Stellt sich ihm, besser, hockt sich ihm an die Seite. Tippt ihm ans Knie: 3, 2, 1, jetzt Wahrheit. Sprich! Werde wahr. (S)ein Leben für die Wahrheit.

Am Ende fehlen mir die kontemplativen Momente im Film (ohohoh). Atem verschafft nur die Musik. Sie überbrückt die Woche bis zur nächsten Sendung, bis zur nächsten Wahrheit. Aber die Musik bleibt zu sehr ein Mittel. Damals wie heute. Mittel zum Abschalten. Mittel zur Episodentrennung. Zu durchschaubar. Und so bleibt beim Sehen keine Zeit. Keine Zeit zum Meckern. Nur ein leichtes Unbehagen.

Meckern. Meckern. Was mich stört ist dieser Kack-Typ neben mir. Der labbert was! Scheiße, Mann! Bringst mich voll aus dem Fluss. Bei Clooney fließt es. Keine Zeit zum Zweifeln. Der Auftrag ist ihm klar. Wahrheit. Wahrheit. Wahrheit. Seine Wahrheit! Das ist dann auch der einzige Grund zum kritteln. Also kein Grund.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK
USA 2005, 93min, 35mm, S/W
B: George Clooney, Grant Henslov
R: George Clooney
K: Robert Elswit

Schöne Seite: Good Night And Good Luck