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Dazu fällt mir ein: Die Tagebuchnotiz eines französischen Fotografen: Ich glaube nicht an Gott, aber die Frauen und die Bäume sind der Beweis, dass es ihn gibt. So konkret The Fountain in seinen Symbolen ist, so offen ist er in seiner Struktur. Kein Bild ohne einen Kreis, eine Kugel, einen Schneeball, eine Schneeflocke, ein Auge, einen Augapfel, einen Stern, einen Lichtpunkt, einen Ring, einen kahlen Schädel, ein Auge, eine Kugel. Darin ein Geflecht, Gestrüpp, Gewächs, Tumor, Krebs, Baum, Blätter, Haare, Bartstoppeln, Wuchern, Nebel. Und als Verbindung dessen der Stern, der ein Nebel ist, der Baum in der Kugel, das Geäst der Finger mit einem Ring der Treue. Und Aronofsky wiederholt das wie er es immer tut. Diesmal weniger penetrant aber dennoch offensichtlich. Die Wiederholung wird wie in PI und Requiem For A Dream zum treibenden Element. Der Drang nach der Erkenntnis. Was sowohl für die Protagonisten der Filme, als auch für deren Macher zutrifft. Ein Filmemacher der sich selbst bei der Arbeit über die Schulter schaut. Drei Erzählstränge überlagern sich, doppeln und verschränken und wiederholen sich. Was er am Ende beendet hat – eine Suche, ein Buch, einen Film – es bleibt ein Anfang in der sich wiederholenden Geschichte. Dieses Offene, Experimentelle, Wiederholende bedingt sich aus der Geschichte die allem und allem zu Grunde liegt, die Aronofsky in all seinen Filmen erzählt und die er vielleicht auch weiterhin erzählen wird müssen. Das Leben als Zyklus. Aber: Wer da bei Aronofsky nach Erkenntnis strebt, wer kämpft und erobert und auch nach Jahrhunderten noch von einer Frage getrieben wird (Du musst es beenden, wir sind gleich da…) das ist der Mann! Die Bäume und die Frauen stehen oder liegen oder sitzen in diesem Film nur. Weil sie längst begriffen haben. Weil sie das Leben und den Tod akzeptieren, symbolisieren. Vielleicht ist das der Grund, warum der französische Fotograf sie als Gottesbeweis sieht.

Fortsetzung folgt...

THE FOUNTAIN
USA 2006, 96min, Farbe
B/R: Darren Aronofsky
M: Clint Mansell
D: Hugh Jackmann, Rachel Weisz