Wednesday, 11. February 2009, 12:25Uhr
Der Taiwanese Cheng Yu-Chieh, der gerade mit „Yang Yang“ im Panorama-Programm der Berlinale 2009 vertreten ist, hat sich viel vorgenommen. Cheng Yu-Chieh möchte die Kinoindustrie in Taiwan aufbauen und nebenbei eine Geschichte erzählen von Freundschaft, Liebe, Eifersucht und der Frage nach der eigenen Identität. Viel zu tun für einen einzigen Menschen und so kommt es mir beim Betrachten von „Yang Yang“ oft vor, als hätte Cheng Yu-Chieh beim Drehbuchschreiben gerne schon Produktion, Distribution und internationaler Vermarktung seiner nächsten vier Spielfilme geplant.
Die Handlung prescht unaufhaltsam voran: Yang Yang ist Eurasierin, halb französisch, halb chinesisch. Ihre Mutter heiratet einen anderen Mann. Yang Yang bekommt eine Halbschwester. Es gibt Missverständnisse, Auseinandersetzungen sportlicher Art und welche emotionaler, denn Yang Yang lässt sich zu einem One-Night Stand mit dem Freund der neuen Schwester hinreißen. Die Spannungen in der Familie wachsen. Yang Yangs Stiefvater fordert Ordnung und Disziplin. Selbst die Mutter, zu der Yang Yangs Verhältnis ein intensives zu sein scheint, kann das junge Mädchen nicht von der Flucht in die große Stadt abhalten. Yang Yang will sich befreien aus der Enge und schafft dies gerade mit etwas, dass ihr den größten Schmerz zufügt: Ihrem exotischen Aussehen- eine schmerzhafte Erinnerung an den unbekannten französischen Vater. Als Model erfüllt sie Aufträge für Nokia, spielt kleinere Rollen, bis sie erneut ein Angebot erhält: Die Hauptrolle in einem Film über eine junge Eurasierin, die sich auf die Suche nach ihrem fremden Vater macht…
Viel abzuarbeiten hat der Film in fast zwei Stunden und es gelingt nicht so richtig. Während man Yang Yangs Verhalten zwar nachvollziehen kann, verwendet der Regisseur kaum Zeit die inneren Zwiespalte und Gefühle des jungen Mädchens näher zu beleuchten. Natürlich gibt es Close-Ups auf das nachdenkliche oder weinende Gesicht zu sehen, dennoch bleibt alles Äußerlichkeit. Interessanter wäre es gewesen, wenn Cheng Yu-Chieh den Fokus auf die letzte halbe Stunde des Filmes verlagert hätte: Wie konnte sich Yang Yang gerade durch den Dreh eines Filmes mit dem Gefühlen um den unbekannten Vater versöhnen? Doch auch hier wird wieder nur an der Oberfläche rumgestochert.
Nach 112 Minuten wackeliger Bilder und unscharfer Einstellungen verlasse ich den Kinosaal wie Mc Donald’s: Vollgestopft und trotzdem hungrig.
Die Handlung prescht unaufhaltsam voran: Yang Yang ist Eurasierin, halb französisch, halb chinesisch. Ihre Mutter heiratet einen anderen Mann. Yang Yang bekommt eine Halbschwester. Es gibt Missverständnisse, Auseinandersetzungen sportlicher Art und welche emotionaler, denn Yang Yang lässt sich zu einem One-Night Stand mit dem Freund der neuen Schwester hinreißen. Die Spannungen in der Familie wachsen. Yang Yangs Stiefvater fordert Ordnung und Disziplin. Selbst die Mutter, zu der Yang Yangs Verhältnis ein intensives zu sein scheint, kann das junge Mädchen nicht von der Flucht in die große Stadt abhalten. Yang Yang will sich befreien aus der Enge und schafft dies gerade mit etwas, dass ihr den größten Schmerz zufügt: Ihrem exotischen Aussehen- eine schmerzhafte Erinnerung an den unbekannten französischen Vater. Als Model erfüllt sie Aufträge für Nokia, spielt kleinere Rollen, bis sie erneut ein Angebot erhält: Die Hauptrolle in einem Film über eine junge Eurasierin, die sich auf die Suche nach ihrem fremden Vater macht…
Viel abzuarbeiten hat der Film in fast zwei Stunden und es gelingt nicht so richtig. Während man Yang Yangs Verhalten zwar nachvollziehen kann, verwendet der Regisseur kaum Zeit die inneren Zwiespalte und Gefühle des jungen Mädchens näher zu beleuchten. Natürlich gibt es Close-Ups auf das nachdenkliche oder weinende Gesicht zu sehen, dennoch bleibt alles Äußerlichkeit. Interessanter wäre es gewesen, wenn Cheng Yu-Chieh den Fokus auf die letzte halbe Stunde des Filmes verlagert hätte: Wie konnte sich Yang Yang gerade durch den Dreh eines Filmes mit dem Gefühlen um den unbekannten Vater versöhnen? Doch auch hier wird wieder nur an der Oberfläche rumgestochert.
Nach 112 Minuten wackeliger Bilder und unscharfer Einstellungen verlasse ich den Kinosaal wie Mc Donald’s: Vollgestopft und trotzdem hungrig.
