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      <title>Film und Kritik</title>
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      <description>Blog für Texte, Bilder, Töne und Filme</description>
      <dc:publisher>typolis:</dc:publisher>
      <dc:creator>aemkei (mailto:&amp;#109;&amp;#97;&amp;#105;&amp;#108;&amp;#64;&amp;#102;&amp;#105;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#110;&amp;#100;&amp;#107;&amp;#114;&amp;#105;&amp;#116;&amp;#105;&amp;#107;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
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      <title>Zwei Filme, die ich nicht gesehen habe</title> 
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      <description>An dieser Stelle w&amp;uuml;rde ich gerne eine Idee und einen Verbesserungsvorschlag zum Besten geben.
Erstens: Die Idee.
Wenn Deutsche Filme &amp;uuml;ber ihre Vergangenheit machen, wird das entweder ein Film &amp;uuml;ber die Nazizeit oder &amp;uuml;ber die DDR. Anscheinend gibt es nichts anderes &amp;uuml;ber was wir historische Spielfilme machen k&amp;ouml;nnen oder wollen. Warum wir das machen ist bis heute ungekl&amp;auml;rt.
Jedes Jahr erleben wir auf der Kinoleinwand oder im heimischen Wohnzimmer ein neues mitrei&amp;szlig;endes und herzergreifendes Schicksal aus dem mauerumringten Eiland in Mitteleuropa. Und Hitler, Goebbels, Speer und Konsorten werden auch jedes Mal von anderen Schauspielern dargestellt.
Doch als ob das jetzt nicht schon genug w&amp;auml;re. Denn auch in der BRD gab es ja etwas, was man irgendwie filmisch verwursten kann. Haben Sie es schon erraten? Richtig. Es sind die &amp;acute;68er.
Den ersten richtigen Durchbruch f&amp;uuml;r dieses Thema gab es mit dem Film &amp;#8222;Der Baader-Meinhof-Komplex&amp;#8220;. Der war gro&amp;szlig;, der war erfolgreich, da haben alle deutschen Schauspieler mitgespielt. So sah es jedenfalls aus.
Dann kam noch ein kleiner Fernsehfilm &amp;uuml;ber Rudi Dutschke, der aber kl&amp;auml;glich unterging. Und jetzt gibt es eine sogenannte Vorgeschichte zum Uli-Edel-Film.
&amp;#8222;Wer wenn nicht wir&amp;#8220;. Er erz&amp;auml;hlt die Anf&amp;auml;nge der &amp;acute;68er anhand der Liebesbeziehung von Bernward Vesper und Gudrun Ensslin. Die Liebe scheitert, weil beide in verschiedene Richtungen des Widerstands driften und Ensslin mit Andreas Baader rummacht.
Und jetzt mein Vorschlag: K&amp;ouml;nnte man nicht die ganzen Streitigkeiten der Filmkritiker (Wer ist der beste Andreas-Baader-Schauspieler? Wer verk&amp;ouml;rpert am besten Rudi Dutschke?) umgehen, indem man einfach festlegt, wer in jedem neuen Film &amp;uuml;ber die &amp;acute;68er den jeweiligen historischen Charakter spielt?
Dann w&amp;uuml;rde ich n&amp;auml;mlich sagen, dass &amp;#8222;Der Baader-Meinhof-Komplex&amp;#8220; aufgrund seines Erfolges, der Ma&amp;szlig;stab ist an dem sich nachfolgende Filme zu halten h&amp;auml;tten.
Johanna Wokalek w&amp;auml;re immer Ensslin. Moritz Bleibtreu h&amp;auml;tte als Baader wahrscheinlich am meisten zu tun. Genauso wie Sebastian Blomberg als Rudi Dutschke.
Man m&amp;uuml;sste sich nicht mehr merken, wer wen wo historisch korrekt dargestellt hat. Es g&amp;auml;be nur noch einen Schauspieler oder eine Schauspielerin, die man sich merken m&amp;uuml;sste. Das w&amp;auml;re zum Vorteil f&amp;uuml;r alle Zuschauer und auch f&amp;uuml;r die jeweiligen Schauspieler. Denn die m&amp;uuml;ssten sich keine Gedanken mehr um zeitweilige Arbeitslosigkeit machen. Sie w&amp;uuml;rden ja jedes Jahr zu tun haben. 
Und wenn man jetzt noch den ganzen historischen Kontext der &amp;acute;68er verwursten m&amp;ouml;chte, k&amp;ouml;nnte man dann nicht gleich eine Soap-Opera machen? Ich glaube Themen f&amp;uuml;r mehrere Staffeln sind in vielen Geschichtsb&amp;uuml;chern zu finden. Man k&amp;ouml;nnte es ungef&amp;auml;hr wie &amp;#8222;Friends&amp;#8220; oder &amp;#8222;How i met your mother&amp;#8220; aufziehen. Es gibt eine kleine Gruppe, die in jeder Folge mitspielen und die restlichen Charaktere sind nur f&amp;uuml;r einzelne Episoden da. Und man k&amp;ouml;nnte jede Folge mit einem sch&amp;ouml;nen Cliffhanger beenden: Werden Gudrun und Andreas zusammen zur Demonstration gehen? Wie lange wird Buback noch in Gefangenschaft bleiben? Wird Benno von einem Wasserwerfer oder einer Kugel getroffen?
Ich hoffe ja die deutschen Filmemacher nehmen sich meine Idee zu Herzen.
Zweitens: Der Verbesserungsvorschlag.
Dies geht vor allem an die Leute, die die kleinen Texte im Berlinale-Journal schreiben. Ich zitiere nun ein Beispiel, welches mir besonders aufgefallen ist:
&amp;#8222;Exemplarisch f&amp;uuml;r die Schnittstelle von Innen und Au&amp;szlig;en steht Thomas Imbachs au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnlicher Film &amp;#8222;Day is Done&amp;#8220;. &amp;Uuml;ber mehrere Jahre hat der Schweizer Regisseur die Welt vor seinem Atelierfenster beobachtet und die Nachrichten auf seinem Anrufbeantworter archiviert. Das filmische Ergebnis ist eine vielschichtige Studie vergehender Zeit und k&amp;uuml;nstlerischer Identit&amp;auml;t.&amp;#8220; (Berlinale Journal 2011, S. 53, S. 1, Z. 19)
Das ist doch nicht euer Ernst? Wen wollt ihr denn damit ins Kino locken?
Da kann ich ja genauso gut aus dem Fenster gucken und mir meine Mailbox anh&amp;ouml;ren. Ich kann mir nicht so wirklich vorstellen, dass da irgendeine Art von Spannung aufkommen soll. Geschweige denn irgendeine Handlung. Wahrscheinlich passiert jeden Tag sowieso nur das gleiche.
Aber das m&amp;uuml;sst ihr doch besser verkaufen. Ihr m&amp;uuml;sst den Leser mit dem Text so auf die Folter spannen, dass er sich unbedingt diesen Film angucken muss. Ihr verratet ja schon in den drei S&amp;auml;tzen die ganze Handlung des Films. Es gibt also nichts mehr worauf sich der Zuschauer noch freuen kann. In die drei S&amp;auml;tze muss einfach mehr Spannung rein.
&amp;#8222;Thomas Imbach hat in seinem Film &amp;#8222;Day is Done&amp;#8220; ein mysteri&amp;ouml;ses Geheimnis, welches sich vor seinem Atelierfenster abspielte, aufgedeckt. Und sein Anrufbeantworter spielte dabei eine gar nicht so unwichtige Rolle.&amp;#8220;
Das ist doch Spannung pur. Und das sogar in zwei S&amp;auml;tzen. Klingt zwar ein bisschen nach &amp;#8222;Das Fenster zum Hof&amp;#8220;, aber immer noch besser als ihr langweiliger Dreis&amp;auml;tzler, der mich leider nicht ins Kino gelockt hat.

&amp;#8222;Wer wenn nicht wir&amp;#8220;
Deutschland, 2011, 124 min
Deutsch
Regie: Andres Veiel
Darsteller: August Diehl, Lena Lauzemis, Alexander Fehling
Sektion: Wettbewerb

&amp;#8222;Day Is Done&amp;#8220;
Schweiz, 2011, 111 min
Schweizerdeutsch
Regie: Thomas Imbach
Sektion: Forum</description>
      <dc:publisher>typolis: Film und Kritik</dc:publisher>
      <dc:creator>feivel</dc:creator>
      <dc:subject>berlinale 2011, wer wenn nicht wir, day is done</dc:subject>
      <dc:rights>Copyright &#169; 2011 feivel</dc:rights>
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   <item rdf:about="http://filmkritik.typolis.net/stories/250752/">
      <title>Fr&amp;uuml;hes Verlassen</title> 
      <link>http://filmkritik.typolis.net/stories/250752/</link>
      <description>Was bewegt einen dazu vorzeitig aus dem Kino zu gehen?
Die schlechte Bildqualit&amp;auml;t? Jagadangchak l&amp;auml;uft in 4:3 und hat so viele Kratzer und Flecken auf dem Film, dass es eigentlich schon wieder &amp;auml;sthetisch wirkt.
Der nicht ganz verst&amp;auml;ndliche Humor? Jagadanchak hat einen super lustigen Humor. Soll ja schlie&amp;szlig;lich eine Satire sein. Und was ist denn bitte an einem Polizeimaskottchen namens Podori, was keine Beine hat und gegen die Ratten, die seine neu gelieferten Beine anknabbern, in seiner Wohnung k&amp;auml;mpft, nicht lustig?
Vielleicht ist es aber auch die nicht ganz so offensichtliche Kritik an S&amp;uuml;dkorea? Ich muss sagen, die hab ich auch nicht entdeckt. Aber das ist ja noch lange kein Grund zu gehen und nicht weiterzulachen.
Oder ist es vielleicht der brennende Dildo, den sich eine Frau umschnallt und versucht Podori damit zu t&amp;ouml;ten? Ja, das wird es wohl sein.

&amp;#8220;Jagadangchak: shidaejeongshin kwa hyeonshilchamyeo | Self Referential Traverse: Zeitgeist and Engagement&amp;#8221;
Republik Korea, 2011, 73 min
Koreanisch
Regie: Kim Sun
Darsteller: Podori, Jung Ayoung, Kang Suk
Sektion: Forum</description>
      <dc:publisher>typolis: Film und Kritik</dc:publisher>
      <dc:creator>feivel</dc:creator>
      <dc:subject>berlinale 2011, jagadangchak, korea</dc:subject>
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      <dc:date>2011-03-02T11:12:59Z</dc:date>
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   <item rdf:about="http://filmkritik.typolis.net/stories/250751/">
      <title>Perspektivlosigkeit</title> 
      <link>http://filmkritik.typolis.net/stories/250751/</link>
      <description>Perspektivlosigkeit.
Das ist die Begr&amp;uuml;ndung der FSK, dass der Film &amp;#8222;Bis auf Blut&amp;#8220; die Markierung &amp;#8222;Ab 16&amp;#8220; tragen muss. Es ist nicht die Brutalit&amp;auml;t mit der Leute gemobbt, verpr&amp;uuml;gelt und abgestochen werden. Zum Teil ist es die Sprache der Jugendlichen, die schon fast eine rekordverd&amp;auml;chtige Anzahl von Schimpfworten aufweist.
Doch vor allem ist es die Perspektivlosigkeit. Die Perspektivlosigkeit, die Sule und Tommy in die Drogendealerei rutschen l&amp;auml;sst. Die Perspektivlosigkeit, der immer wieder aneinander geratenen Jugendlichen, die nicht wissen, was sie mit ihrer Kraft anfangen sollen. Die Perspektivlosigkeit, die Tommy in den Jugendknast bringt und Sule weiter im Dealersumpf versinken l&amp;auml;sst.
Als Tommy wieder rauskommt, versucht er wieder auf den rechten Pfad zu kommen. Er hat die Abgr&amp;uuml;nde gesehen und miterlebt. Er was das Mobbingopfer von seinen Zellenkollegen. Doch Sule dr&amp;auml;ngt ihn immer wieder vom Weg ab. Der will unbedingt einen Auto-Tuning-Shop er&amp;ouml;ffnen. Das Geld daf&amp;uuml;r soll sowohl vom Drogenhandel, als auch von der Bank kommen. 
Tommy schafft nicht so wirklich den Absprung von seinem alten Leben. Immer wieder ist er zur falschen Zeit am falschen Ort. Eigentlich will er nur herausfinden, wer ihn verraten und damit in die Zelle gebracht hat. Er versucht sich mit seiner Freundin wieder zu vertragen, die ihn in dem halben Jahr nicht einmal besucht hat. Doch immer wieder kommt Sule dazwischen und f&amp;auml;ngt mit neuem Unsinn an. Dealen mit Koks und die Liebe zu einem M&amp;auml;dchen, das ihn nur benutzt um ihren Vater zu &amp;auml;rgern.
Die Situationen wiegeln sich gegenseitig auf, bis Tommy endlich klar wird, dass es Sule war, der ihn verraten hat. Zudem werden beide wegen des Verrats eines anderen festgenommen. Tommy erh&amp;auml;lt die Chance Sule ebenfalls zu verraten und daf&amp;uuml;r nicht noch einmal in den Knast zu gehen. Zuerst ergreift er die M&amp;ouml;glichkeit, doch vor Gericht macht er einen R&amp;uuml;ckzieher.
Sule bekommt drei Jahre und Tommy ein halbes Jahr. Sule bleibt auch im Gef&amp;auml;ngnis seinen gangster&amp;auml;hnlichen Prinzipien treu und h&amp;auml;lt weiterhin an der Idee der Autowerkstatt fest. Tommy hingegen nimmt sich ein dickes Physikbuch und f&amp;auml;ngt an zu lesen. Er m&amp;ouml;chte Lehrer werden.
Perspektivlosigkeit sieht f&amp;uuml;r mich anders aus.

&amp;#8222;Bis aufs Blut &amp;#8211; Br&amp;uuml;der auf Bew&amp;auml;hrung&amp;#8220;
Deutschland, 2010, 109 min
Deutsch
Regie: Oliver Kienle
Darsteller: Burak Yigit, Jacob Matschenz, Aylin Tezel, Manuellsen
Sektion: German Cinema - LOLA@Berlinale</description>
      <dc:publisher>typolis: Film und Kritik</dc:publisher>
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      <dc:subject>berlinale 2011, bis aufs blut, jacob matschenz</dc:subject>
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   <item rdf:about="http://filmkritik.typolis.net/stories/250750/">
      <title>Schrei, wenn du kannst</title> 
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      <description>W&amp;auml;re es nicht sch&amp;ouml;n, einfach mal so zu schreien. Sich hinzustellen und in den Himmel schreien. Ohne dabei von Passanten bl&amp;ouml;de angeguckt zu werden. Als w&amp;auml;re es das normalste auf der Welt. Wenn einen alles ankotzt und man die Welt um einen herum nicht mehr verstehen kann oder will. Einfach mal drauf los zu schreien.
Zu schreien, wenn die gro&amp;szlig;e schwangere Schwester den Typen verpr&amp;uuml;gelt, der die mobbende Masse anf&amp;uuml;hrt.
Zu schreien, wenn die eigene verst&amp;ouml;rte Mutter ohne Grund das Haus verl&amp;auml;sst.
Zu schreien, wenn der eigentlich gewaltt&amp;auml;tige Vater auf einmal liebenswert wird, als er seine Platzwunde am Kopf zun&amp;auml;ht.
Zu schreien, wenn man ganze Nachmittage mit trinken, dealen, kiffen und Schei&amp;szlig;e bauen verbringt und merkt, dass es eigentlich schlecht ist.
Zu schreien &amp;#8230; Doch das geht nicht. Man kann nur weinen. Still und heimlich, damit es keiner mitkriegt.

&amp;#8222;Yelling to the Sky&amp;#8220;
USA, 2010, 96 min
Englisch
Regie: Victoria Mahoney
Darsteller: Zo&amp;euml; Kravitz, Gabourey Sidibe, Tim Blake Nelson
Sektion: Wettbewerb</description>
      <dc:publisher>typolis: Film und Kritik</dc:publisher>
      <dc:creator>feivel</dc:creator>
      <dc:subject>berlinale 2011, yelling to the sky</dc:subject>
      <dc:rights>Copyright &#169; 2011 feivel</dc:rights>
      <dc:date>2011-03-02T11:10:25Z</dc:date>
   </item> 
   <item rdf:about="http://filmkritik.typolis.net/stories/250749/">
      <title>Marcus Callus</title> 
      <link>http://filmkritik.typolis.net/stories/250749/</link>
      <description>Szene:
Gro&amp;szlig;es Filmb&amp;uuml;ro in Hollywood.
Drehbuchschreiberling geht zu einem Filmproduzenten.

Hey Boss, ich hab eine super Idee f&amp;uuml;r einen neuen Film.

Na dann erz&amp;auml;hlen sie mal.

Also das ganze spielt in einem kleinen Dorf. Kurz vor Ende des r&amp;ouml;mischen Reiches. Kurz vor Anfang des Mittelalters. 
Und da sind zwei Bauern. Beide werden sp&amp;auml;ter noch unwichtig. Der eine mehr, der andere weniger. Beide beobachten, wie an einem Tag einem Tag viele Leute aus dem Dorf an einer unbekannten Krankheit sterben. Das Dorf ist auch als erstes im ganzen Land betroffen. Unter den Toten war auch der Dorf&amp;auml;lteste.
Der neue Dorf&amp;auml;lteste beruhigt die beiden jedoch schnell, dass das noch lange nicht das Ende ist, da er immer einen lockeren Spruch vom Leder l&amp;auml;sst.
Als der alte Dorf&amp;auml;lteste gestorben ist, hat er dem einen Bauern ein geheimes nichtvollendetes Dokument &amp;uuml;ber die geheimnisvolle Krankheit gegeben und zu ihm gesagt: &amp;#8222;Sei vorsichtig.&amp;#8220;
Also macht der Bauer, von Neugier gepackt, an das Dokument heran, um es zu entschl&amp;uuml;sseln.
Dabei entdeckt er das dunkle Geheimnis der mysteri&amp;ouml;sen Krankheit. Er benachrichtigt sofort den anderen Bauern und den neuen Dorf&amp;auml;ltesten. Beide sind, wie der erste Bauer, ersch&amp;uuml;ttert von dem Dokument.
Nun gehen alle drei zum Dorfh&amp;auml;uptling, um ihm von der gewonnenen Erkenntnis zu berichten. Da dieser nicht so richtig wei&amp;szlig;, was er damit anfangen soll, machen sich alle vier auf zum Landesvater.
Doch der Landesvater und seine Berater, eine Kampfamazone und ein Mann aus einem weit entfernten Land, wissen auch keinen Rat, was sie jetzt genau machen sollen. Er befiehlt jedoch den alten Dorf&amp;auml;ltesten wiederzubeleben, um ihn um Rat zu fragen. Dies klappt aber aus irgendeinem Grund nicht.
Daher fangen alle an zu Gott zu beten. Der Bauer, der das Dokument entziffert hat, wird von Gott gebeten, es ihm so simpel wie m&amp;ouml;glich zu erkl&amp;auml;ren.
Gott gibt ihnen nat&amp;uuml;rlich eine Antwort. Doch nicht alle sind zufrieden mit der Antwort von Gott und so spinnt sich ein kleines Netz von Intrigen und Verr&amp;auml;tereien zwischen den Protagonisten. &amp;#8230;
Das w&amp;auml;re mal so das grobe Konzept. Es muss jetzt noch ein passendes Ende und die ganzen Feinheiten eingesponnen werden. Und hei&amp;szlig;en soll das ganze &amp;#8222;Marcus Callus&amp;#8220;. So soll der Bauer hei&amp;szlig;en, der die Reise der Helden anst&amp;ouml;&amp;szlig;t.

OK. Klingt gut. K&amp;ouml;nnte man machen. Ich w&amp;uuml;rde nur ein paar kleine &amp;Auml;nderungen vornehmen.
Also Mittelalterfilme kommen ja gar nicht mehr so richtig an. Das muss heute und jetzt spielen. Das zieht die Leute ins Kino. Und die Krankheit m&amp;uuml;ssen wir auch irgendwie ersetzen.
&amp;#8230;
Ich hab eine Idee. Die Krankheit ist die Finanzkrise. Das ist aktuell. Das interessiert die Leute. Und die Figuren sind nicht mehr Bauer und so weiter, sondern kleiner Arbeiter, mittlerer Arbeiter, gro&amp;szlig;er Arbeiter, Chef mit Anw&amp;auml;ltin und Berater und Oberchef. Und das Land ist eine Bank oder irgend so eine Firma, die irgendwas dauernd mit Zahlen rechnet. Wo keiner richtig versteht, was die da eigentlich machen. Deshalb &amp;auml;ndern sie auch den Namen. Nennen sie es &amp;#8222;Margin Call&amp;#8220;. Das ist irgendein Begriff aus der Finanzwelt. Versteht eh keiner. &amp;#8230;
Genauso &amp;auml;ndern sie das.

Und wer soll alles mitspielen?

Ach da gehen sie einfach mal eine Etage tiefer zu Martha. Die hat das Schauspielerbingo entwickelt. Falls die Schauspieler ihnen nicht gefallen, ziehen sie einfach nochmal. Aber eine gute Mischung muss bei rauskommen. Alte und neue, bekannte und unbekannte. 

Und wer soll das Ganze dann umsetzen?

Ach, nehmen sie irgendjemand unbekannten. Die Namen der Schauspieler tragen dann schon genug zum Erfolg des Filmes bei.
Und jetzt rasch an die Arbeit. Ich will das Drehbuch morgen auf meinem Tisch sehen.

Geht klar, Boss.

&amp;#8222;Margin Call&amp;#8220;
USA, 2010, 110 min
Englisch
Regie: JC Chandor
Darsteller: Kevin Spacey, Jeremy Irons, Demi Moore, Paul Bettany, Zach Quinto
Sektion: Wettbewerb</description>
      <dc:publisher>typolis: Film und Kritik</dc:publisher>
      <dc:creator>feivel</dc:creator>
      <dc:subject>berlinale 2011, margin call, kevin spacey</dc:subject>
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   <item rdf:about="http://filmkritik.typolis.net/stories/231696/">
      <title>Scenes from the suburbs</title> 
      <link>http://filmkritik.typolis.net/stories/231696/</link>
      <description>The win and will situation

Das &amp;#8222;Wissen der Filme&amp;#8220; geht einem zu keinem Zeitpunkt mehr auf, als im Augenblick des 5. Mals Filmlicht an einem Tag - w&amp;auml;hrend der Berlinale &amp;#8222;Shorts&amp;#8220; steigt diese Zahl pl&amp;ouml;tzlich auf 9. Doch dann ist er pl&amp;ouml;tzlich da: Der 10. und letzte Film f&amp;uuml;r heute. Spike Jonze und Arcade Fire pr&amp;auml;sentieren &amp;#8222;Scenes from the suburbs&amp;#8220;. Aus Submarine (15. 02., 19. 15 Uhr, Cinestar 8) wei&amp;szlig; man, dass sich Teenager gern den eigenen Tod ausmalen, um sich weitergehende Gedanken um die Aufrichtigkeit &amp;amp; Gerechtigkeit des eigenen Ablebens zu machen. Schlie&amp;szlig;lich ist der finale Punkt, die eigene Beerdigung &amp;#8211; der Moment, der sich gedanklich immer die Trauer der Freunde ausmalt und schlie&amp;szlig;lich doch nur die Illusion nach mehr Anerkennung meint. 
Das erste erinnerte Bruchst&amp;uuml;ck der kanadischen Band Arcade Fire ist das Album &amp;#8222;Funeral&amp;#8220;. Will Butler ist 5 Tage &amp;auml;lter als ich: Die gleichen Bands, die gleichen Filme, die gleichen 90-er Jahre, die gleichen B&amp;uuml;cher, Konzert Reviews, Indie Diskos, Slackers, Generation X, Sonic Youth Songs &amp;#8211; wer wei&amp;szlig;. Oder ganz andere. &amp;#8222;Suburban life, a pretty wife&amp;#8220; beginnt die erste Single von Ugly Kid Joe, deren Album 1992 auf MC erscheint. Damals gab es noch keine als 2.0 S&amp;ouml;ldner verkleideten Bandmitglieder, die mit dem Maschinengewehr in der Hand &amp;#8222;What&amp;acute;s your name?&amp;#8220; br&amp;uuml;llen. Wir wissen es seit &amp;#8222;Edward mit den Scherenh&amp;auml;nden&amp;#8220; und aus 100 weiteren amerikanischen Filmen. Die Vorh&amp;ouml;lle der Langeweile, der amerikanischen Klischees sind die Suburbs. Alle fahren in den gleichen Chevys die Revolutionary Road entlang, alle haben die gleichen &amp;Auml;ngste, in der Masse unterzugehen und alle wohnen einem alles in sich beerdigenden Friede bei; unter dem ein erbitterter Krieg gef&amp;uuml;hrt wird, niemand nur ansatzweise Ruhe findet, und schlie&amp;szlig;lich Amok l&amp;auml;uft, die Untoten heimkehren l&amp;auml;sst, oder Gemetzel &amp;amp; Prophezeiungen vom Untergang kursieren. 
Der Film wei&amp;szlig;, die Suburbs haben nichts Gutes zu berichten, au&amp;szlig;er von verlorenen Tr&amp;auml;umen. Den Soundtrack dazu liefern die grandiosen Arcade Fire, die mit Ihrem &amp;#8222;album advertisement movie&amp;#8220; den Tod des Musikvideos einl&amp;auml;uten wollen, (obgleich sie es in einem sp&amp;auml;teren Interview wieder zur&amp;uuml;cknehmen): Video killed the radio star, movie killed the video star? So einfach ist es dann doch nicht, vor allem dann nicht, wenn die ge-teen-agede Tagtraumversion die Grenzen der Stadt durch das Milit&amp;auml;r verriegeln l&amp;auml;sst, bzw. die Eltern die Haust&amp;uuml;r versperren, weil der Abwasch sich t&amp;uuml;rmt und der einzige R&amp;uuml;ckzugsort das Jugendzimmer/ die Plastik-Pumpgun &amp;amp; die Kassettensammlungen sind, in denen sich Alben mit dem Titel &amp;#8222;Funeral&amp;#8220; auffinden. Dann w&amp;uuml;nscht man sich, aus politischen Gr&amp;uuml;nden zu sterben, aus Protest zu verbrennen, sich der Folter des Alltags durch gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Diskussionen um &amp;#8222;wer der gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Looser ist&amp;#8220;, zu entziehen. Das ausgedehnte Ausmalen von Szenarien geh&amp;ouml;rt zum &amp;auml;lter werden, wie der erste Kuss: &amp;#8222;you know when the situation comes, think it&amp;acute;s gonna be cool.&amp;#8220; - neben den g&amp;auml;ngigen Rollenstereotypen des z.B. ewigen Paars, gibt es nat&amp;uuml;rlich auch den Typen im Film, der alles verstehen will &amp;amp; aufrichtig f&amp;uuml;r seinen Freund eintritt&amp;#8230; hiking and biking, stand up beside the fireplace &amp;amp; as restless as we are&amp;#8230;
Doch dieses Mal wird man nicht im Familienkrach verzweifeln und die Haust&amp;uuml;r werfen, darum soll der R&amp;uuml;ckblick auf &amp;#8222;scenes from the suburbs&amp;#8220; auch nicht im Allgemeinen verbleiben &amp;#8211; in der Vermutung, dass sich an dem Ort im Film, an dem Jugendliche sind, auch immer Klischees versammeln. Denn ich finde die Idee der &amp;#8222;album movies&amp;#8220; eigentlich gut. Anmutig sind die Szenen, in denen das sinnierende Klavier die Augenblicke der Phantasie in Herzpochen und Augenaufschlag verfilmt, die tiefen, m&amp;auml;chtigen Kontrab&amp;auml;sse, die wie ein Unheil in den Krieg mit sich selbst ziehen und die im Verkehrsl&amp;auml;rm der Stadtautobahn untergehende Prophezeihung &amp;#8222;You know guys, sth. will happen to you&amp;#8220;. Spike Jonze entwickelt ein v&amp;ouml;llig neues Format der &amp;#8222;Tagtraum-Sequenzen&amp;#8220;, die physisch die Gedankenwelt ganz ohne sepia, slowmotion und schwarzwei&amp;szlig;-flash-forward, &amp;uuml;bersetzt. Will dieser Film K&amp;auml;ufer f&amp;uuml;r das Album gewinnen, oder die Musik &amp;uuml;ber das Format gewinnen lassen &amp;#8211; ist es die Emanzipation des Soundtracks hin zum Soundmovie? &amp;#8222;I don&amp;acute;t know&amp;#8220; steht auf dem T-Shirt des Protagonisten dieses kleinen Films. Mir bleibt, mit den lyrics von &amp;#8222;Suburban war&amp;#8220; an eines zu glauben: &amp;#8222;I&apos;ve been living in the shadows of your song.&amp;#8220;

scenes from the suburbs
canada, 2011, 28 min
R: spike jonze
D: arcade fire</description>
      <dc:publisher>typolis: Film und Kritik</dc:publisher>
      <dc:creator>mary cloud</dc:creator>
      <dc:subject>berlinale 2011, berlinale shorts, festival</dc:subject>
      <dc:rights>Copyright &#169; 2011 mary cloud</dc:rights>
      <dc:date>2011-02-18T01:39:42Z</dc:date>
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      <title>Abwesend: der gute Film</title> 
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      <description>Die am weitesten verbreitete und heftig kritisierte frauenfeindliche Erz&amp;auml;hlung des Kinos geht ungef&amp;auml;hr so: in einem von M&amp;auml;nnern dominierten Millieu (also gern Armee, Schule, Universit&amp;auml;t oder &amp;auml;hnliches) taucht eine Frau auf, die den treu der Gemeinschaft dienenden M&amp;auml;nnern gef&amp;auml;hrlich wird, weil sie nicht nur ein Begehren hat, sondern dieses an den gerade verf&amp;uuml;gbaren M&amp;auml;nnern auch stillt. Nachdem sie solcherart ein oder zwei M&amp;auml;nner ins Verderben gerissen hat, kommt sie zu Tode, wird au&amp;szlig;er Landes gebracht oder verschwindet sonst irgendwie von der Bildfl&amp;auml;che. Zur&amp;uuml;ck bleibt der m&amp;auml;nnliche Star des Films, der sie zwar geliebt hat, sich ihr aber nicht hingegeben hat und deshalb doppelt gerettet ist: vor ihr und vor seinem Begehren, das nur noch als melancholischer Schatten &amp;uuml;brig bleibt. Das Musterbeispiel dieser Erz&amp;auml;hlung ist Alfred Hitchcocks Vertigo.
Die am weitesten verbreitete und heftig kritisierte homophobe Erz&amp;auml;hlung des Kinos geht ungef&amp;auml;hr so: ein Schwuler kennt sein Begehren und ist entschlossen, sich ihm hinzugeben. Er versucht deshalb den begehrten Anderen zu verf&amp;uuml;hren, was ihm in einer traumartigen, alkoholisierten oder sonst irgendwie aus dem gew&amp;ouml;hnlichen Lauf der Dinge herausgenommenen Situation auch gelingt. Daraufhin bricht dieser den Kontakt ab und macht ihm und sich Vorw&amp;uuml;rfe. Schlie&amp;szlig;lich stirbt der offen mit seinem Begehren umgehende Schwule. Durch seinen Tod wachger&amp;uuml;ttelt, n&amp;auml;hert sich der Zur&amp;uuml;ckgebliebene ein klein wenig mehr seinem eigentlichen Begehren und vereinigt sich in einem weiteren Traum doch noch mit dem Geliebten, der nun, ungef&amp;auml;hrlich, weil tot, und ewig rein, weil nur imagin&amp;auml;r mit ihm verbunden ist.
Gemeinsam ist diesen beiden Erz&amp;auml;hlungen, dass sie ein offen abweichendes Begehren nur um den Preis zulassen, dass es sich nicht wiederholen kann und keine wirklichen Auswirkungen auf das Wohl der Gemeinschaft mehr entfalten kann. Die Lektion, die hier gelernt werden kann: wer nicht begehrt wie alle anderen, wird vom Leben ausgeschlossen. Wer dem Tod durch falsches Begehren gerade noch entkommt, bleibt melancholisch und dysfunktional zur&amp;uuml;ck. Das Musterbeispiel dieser Erz&amp;auml;hlung ist Brokeback Mountain.
Ich muss nicht weiter ausf&amp;uuml;hren, dass ich nichts auf der Welt weniger m&amp;ouml;chte, als noch einen Film zu sehen, der eines dieser beiden Narrative bedient. Warum sich Marco Berger entschlossen hat, in Ausente das Schlimmste aus beiden Narrativen in einen Topf zu werfen,  alles in unertr&amp;auml;glich d&amp;auml;mmeriges Sepia zu tauchen, mit aberwitzig sinnlosen Filmzitaten vollzustopfen (eine Duschszene, die gl&amp;uuml;cklicherweise nicht in Mord endet) und keine Gelegenheit auszulassen, die m&amp;auml;nnlichen Hauptfiguren in Pinup-Posen schlafend auszustellen, wei&amp;szlig; nur er allein.

Ausente
Argentinien, 2011, 87 min
R: Marco Berger
D: Carlos Echevarria, Javier De Pietro, Antonella Costa

Dieser Artikel erscheint auch auf www.andrewendler.de</description>
      <dc:publisher>typolis: Film und Kritik</dc:publisher>
      <dc:creator>poicard</dc:creator>
      <dc:subject>berlinale 2011, forum, marco berger</dc:subject>
      <dc:rights>Copyright &#169; 2011 poicard</dc:rights>
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